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Allgemeine Informationen zur Sterilisation des Mannes

Beschreibung der Non-Skalpell Vasektomie

In Österreich dürfen sich Männer ab einem Alter von 26 Jahren durch einen Urologen operativ sterilisieren lassen. Im Vergleich zu Sterilisationsoperationen bei Frauen entstehen dem Patienten bei der Vasektomie niedrigere Kosten. Ein weiteres Argument für die Sterilisierung von Männern sind die geringeren Risiken. In den letzten Jahren findet die moderne, ohne Skalpell durchgeführte Form der Vasektomie vermehrt Zuspruch.

Beide Methoden, klassische Vasektomie und Non-Skalpell Vasektomie, sind vergleichbar, nur der Zugang zu den Samenleitern bzw. die Hauteröffnung unterscheidet sich. Befürworter der klassischen Vasektomie schätzen bspw. den sauberen, kleinen Schnitt mit Skalpell. Befürworter der Non-Skalpell Vasektomie argumentieren u.a. mit der noch kürzeren OP-Dauer.

Die Non-Skalpell Vasektomie: Diese Form der operativen Sterilisation eines Mannes wurde erstmals in den 1970er Jahren durch einen chinesischen Arzt durchgeführt. Im Laufe der Zeit hat sich diese Variante auch in Österreich und dem restlichen Europa verbreitet. Ein Vorteil einer Vasektomie ohne Skalpell ist die verbesserte Wundheilung. Für den Patienten bedeutet diese Variante auch, dass keine Fäden gezogen werden müssen und die Operationszeit mit rund 15-20 Minuten geringer ausfällt, als bei der herkömmlichen Methode (ca. 30 Minuten OP-Zeit). Ein weiteres Argument für die minimal invasive Vasektomie ist die ohnehin geringere Infektionsrate.

Eingriffsraum für die Vasektomie

Die Operation wird in der Regel ambulant durchgeführt. Nach einer örtlichen Betäubung erfolgt bei einer Non-Skalpell-Vasektomie die Öffnung des Hodensackes mit Hilfe eines speziellen Klemminstruments. Hiermit wird in die Haut ein "Loch gepiekst" und die Haut wird anschließend so weit gespreizt, dass der Urologe auf die Samenleiter zugreifen kann. Diese dünnen Kanäle werden daraufhin durchtrennt und deren Enden mittels Veröden durch elektrischen Strom verschlossen. Im Anschluss werden die Teilstücke wieder im Hodensack positioniert. Die sich wieder selbst zuziehende Hautöffnung wird bei dieser Methode lediglich durch den Urologen medizinisch versorgt und wächst ohne weitere Maßnahmen selbständig wieder zu. Vor allem in den ersten Tagen nach der Operation sollte sich der Patient in seinen körperlichen Aktivitäten zurückhalten. Der Heilungsprozess und das Ergebnis werden in den folgenden Wochen in der urologischen Praxis überwacht. Erst wenn keine Spermien mehr nachgewiesen werden, ist die angestrebte Unfruchtbarkeit des Mannes gewährleistet. Je nach Statistik sind lediglich 0,1 bis 0,4 Prozent der vasektomierten Männer auch weiterhin zeugungsfähig. Im überwiegenden Teil dieser seltenen Fälle wurde ein Zusammenwachsen der durchtrennten Samenleiter als Ursache ausgemacht.

Im Kanton Kärnten bietet Dr. med. Marko Polajnar ein persönliches Beratungsgespräch zur Vasektomie an und führt diese auf Wunsch anschließend durch. Aufgrund seiner umfangreichen praktischen Erfahrungen als Urologe im Bereich Vasektomie / Sterilisation beim Mann zählt Dr. Polajnar als Experte auf diesem Gebiet. Sollten Sie an einer Vasektomie in Spittal interessiert sein, dann vereinbaren Sie bitte einen Termin für das Vorgespräch.

Die dazu notwendigen Kontaktdaten finden Sie hier.

Das Netzwerk für Vasektomie in Österreich

An einer Vasektomie interessierte Paare aus Österreich finden auf der Portalseite www.vasektomie-experten.at erfahrene Fachärzte in ihrer Nähe. Das Netzwerk stellt urologische Ordinationen und Kliniken vor und ermöglicht eine unkomplizierte Kontaktaufnahme zwischen Patienten und Ärzten.

Um den Besuchern die Entscheidung für oder gegen die Vasektomie zu erleichtern, werden eine Vielzahl an relevanten Informationen zur Verfügung gestellt. Diese Texte sind auch für Laien verständlich formuliert und beantworten häufig gestellte Fragen zur Sterilisation beim Mann.

Erfahren Sie hier mehr über das Vasektomie-Experten-Netzwerk in Österreich.